Corona-Kranke im Betrieblichen Eingliederungsmanagement

Eine Studie des King’s Collage London ergab, dass ca. 10% der an Covid-19 Erkrankten mit Spätfolgen der Corona-Erkrankung zu kämpfen haben und auch nach Monaten noch nicht wieder so wie vor der Erkrankung ihrer Arbeit nachgehen können. So kommt es, dass sie schnell über sechs Wochen lang arbeitsunfähig sind und einen Anspruch auf die Durchführung eines Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) haben.

Im Rahmen des BEM kann dann geprüft werden, welche seiner Tätigkeiten der betroffene Mitarbeiter noch ausüben kann, ob es sich um ein vorübergehendes Problem handelt und wie der Mitarbeiter zukünftig seiner bisherigen (oder einer anderen) Tätigkeit im Betrieb nachkommen kann.

Dies muss individuell betrachtet werden, da sowohl die gesundheitlichen Einschränkungen der einzelnen Mitarbeiter als auch die von ihnen geforderte Arbeit sich nicht verallgemeinern und steroetyp bewerten lassen. Die Lösung des Problems muss jeweils als Einzelfall so gefunden werden, dass sowohl der betroffene Arbeitnehmer als auch der Arbeitgeber davon profitieren.

Sinnvoll ist es in diesem Zusammenhang, wenn der Arbeitgeber dem Mitarbeiter bereits möglichst früh das BEM anbietet und nicht bis zum Ende der Krankschreibung wartet. So können sich alle – Arbeitgeber, betroffener Mitarbeiter, seine Kollegen und Vorgesetzten – bereits rechtzeitig auf die Rückkehr aus der Krankheit vorbereiten und planen, wie der weitere Einsatz des betroffenen Mitarbeiters möglich ist und welche Hilfen er benötigt. Davon kann wiederum die Länge der Arbeitsunfähigkeit abhängen, was nicht nur dem Arbeitsgeber und dem betroffenen Mitarbeiter dient, sondern auch seinen Kollegen, die nicht mehr weiter die während seiner krankheitsbedingten Abwesenheit angefallenen Arbeiten mit übernehmen müssen.